Einsatzstelle: Fundación Marijn

Nicaragua: Bilwi
Gemeinwesenarbeit

--- kann aktuell nicht besetzt werden ---

■ Projektbeschreibung allgemein:    

Die Freiwilligen sind in der mittelgroßen Stadt Bilwi (Puerto Cabezas) an der Karibikküste untergebracht. Kooperationspartner sind die „Fundación Marijn“, eine niederländische Organisation, die Kinder aus sozial schwierigen Verhältnissen vor allem in der Bildung unterstützt, und die Gemeinde St. Trinidad der moravischen Kirche.

In der Fundación Marijn arbeiten die Freiwilligen vier Tage in der Woche. Ca. 80 Kinder und Jugendliche besuchen, in verschiedene Gruppen eingeteilt, einmal wöchentlich die Fundación, um gemeinsam an Hausaufgabenbetreuung und Spielen teilzunehmen und sich mit wichtigen sozialen Themen wie z.B. Gewalt, Umwelt oder Verhütung zu beschäftigen. Zudem gibt es in der Fundación die Bereiche „Schule“ und „Familie“. Hier dienen regelmäßige Besuche bei Eltern und Lehrern dazu, das soziale Umfeld der Kinder besser kennenzulernen und in schwierigen Situationen zu unterstützen. Zudem gibt es regelmäßige Elterngruppen und Workshops an den verschiedenen Schulen der Kinder. Die Freiwilligen werden meist in einen Bereich eingeteilt und können nach einer Zeit wechseln, um alle Arbeitsabläufe kennenzulernen. Außerdem verfügt die Fundación noch über eine Bibliothek, zu der alle Kinder der Stadt Zugang haben, um ihre Hausaufgaben zu machen, das Internet zu nutzen oder Bücher zu lesen. Zudem gibt es immer wieder temporäre Projekte, die sich um die Gebäude kümmern oder Fortbildungen für das Team anbieten. Auch hier können die Freiwilligen sich einbringen. Darüber hinaus können die Freiwilligen selbst Projekte für die Kinder und Jugendlichen anbieten und haben dabei die Möglichkeit, ihre eigenen Ideen zu verwirklichen. In der Planung und Umsetzung besteht relativ viel Freiheit, weshalb Kreativität und Eigeninitiative nötig sind.

In der Kirchenpartnerschaft arbeiten die Freiwilligen etwa einen Tag in der Woche. Hier können ebenfalls verschiedene Projekte umgesetzt werden, wobei jedoch noch mehr Eigeninitiative erforderlich ist, da es keine feste Organisationsstruktur gibt, in welche die Freiwilligen eingebunden sind. Es bestehen z.B. die Möglichkeiten, an der Schule der Kirche den Englischunterricht zu unterstützen, Musikunterricht zu geben oder auch sportlich mit den Jugendlichen der Kirche aktiv zu sein und an ihren Aktivitäten teilzunehmen. Der zentrale Aspekt dieser Zusammenarbeit ist die Aufrechterhaltung der Partnerschaft der sehr konservativen, protestantischen Moravischen Kirche, die Teil der weltweiten Herrnhuter Brüdergemeine ist.

Die Arbeitsbereiche können und sollten überall an die Freiwilligen angeglichen werden. Immer gut sind Englisch- oder musikalische Vorkenntnisse, sportliche Aktivitäten oder kreative Projekte. In der Fundación vorhanden sind u.a. Flöten, eine Gitarre, ein E-Piano, zwei Geigen, ein Volleyballnetz und eine Tischtennisplatte. Generell können die Freiwilligen gut eigene Ideen verwirklichen, wenn sie die Motivation haben, diese nicht gleich aufzugeben, falls sich die Umsetzung als schwierig herausstellt. Sie müssen sich darum kümmern, dass ihre Ideen durchgesetzt werden und auch ihre Initiative ist gefragt. Durch einen dreiwöchigen Spanischkurs in Estelí, an der infrastrukturell besser ausgestatteten Pazifikküste, können nicht vorhandene, aber dringendst notwendige Spanischkenntnisse effektiv erworben oder gegebenenfalls verbessert werden.

Die Freiwilligen sind während der ersten Wochen zunächst in Zimmern auf dem Fundacións-Grundstück untergebracht, wo sie die Mitarbeiter, Strukturen und die Stadt kennenlernen. Später wohnen sie dann für ca. sechs bis acht Wochen in Gastfamilien.    

■ Träger/Organisation vor Ort:    

Fundación Marijn    

■ Name des Ansprechpartners vor Ort:    

Milton Zamorra, Geschäftsführer der Fundación    


■ Arbeitsbereiche der Freiwilligen/mögliche Tätigkeiten:

2 Einsatzplätze.

In der Fundación liegt die Arbeit in den Bereichen bei Nachhilfe, Umsetzung eigener Projekte (wie Englischunterricht, Sport, Musik, Handarbeit, Theater etc.) Mitarbeit im Büro, Begleitung bei Haus- und Schulbesuchen.

Insgesamt liegt die Tätigkeit bei 80%. Die Freiwilligen haben einen strukturierten Tagesablauf in dem sie zunächst fest in einem Bereich der Fundación arbeiten und später wechseln.

In der Gemeinde Iglesia Morava Santa Trinitad haben die Freiwilligen die Möglichkeit diverse Kurse anzubieten.

Dabei biete sich beispielsweise Englisch- oder Gitarrenunterricht an.

Die Tätigkeit in der Kirchengemeinde ist auf 20% angelegt, was einen Tag innerhalb der Woche und Sonntage beinhaltet.

Insgesamt großes Betätigungsfeld.

■ Unterbringung und Verpflegung:

Zunächst Eingewöhnungszeit von ca. drei Wochen in eigenen Zimmern auf dem Fundaciónsgelände mit Einführung in die Stadt und die Tätigkeiten in der Fundación. Später ca. zwei Monate in Gastfamilien mit Verpflegung. Die restliche Zeit in den Zimmern auf dem Fundaciónsgelände, einfacher Lebensstandard, Verpflegung selbst.

■ Besondere Anforderungen an die Freiwilligen:

Flexibilität, Kreativität, Eigeninitiative, Bereitschaft zum Leben in einfachen Verhältnissen.

Ein Sprachkurs am Anfang des Freiwilligenjahres ist Pflicht (Einstieg bereits in Deutschland ratsam!).

■ Sonstiges:

Keine Bohnenallergie.

Struktur der Stelle, v.a. Betreuung im Wandel.

Weltwärts-Einsatzstelle: Die Einsatzstelle leistet sozialdiakonische Entwicklungsarbeit in einem der ärmsten Landstriche Nicaraguas, indem sie Kinder und Jugendliche bei ihrem Bildungserfolg unterstützt.

2 Einsatzplätze

Freiwillige in Fundación Marijn